Vertreterversammlung am 25. Juni 2025 im Centralhof Breher, Löningen
Bericht aus der MT am 30.06.2025:
Volksbank Löningen auf Erfolgskurs - Bilanzsumme steigt auf 448,7 Millionen Euro/Kundenvertrauen spiegelt sich im Geldanlagenzuwachs wieder
Über die erneut in allen wichtigen Parametern gesteigerten Bilanzzahlen für 2024 haben die beiden Vorstände Herbert Lammers und Frank Bertke die Vertreter der 5424 Mitglieder der Volksbank eG auf dem Jahrestreffen im Centralhof in Löningen informiert. Die Bilanzsumme für die in Löningen und Lindern arbeitende Bank mit fast 12.000 Kunden konnte von 426,9 um 21,8 Millionen (5,1 Prozent) auf 448,7 Millionen Euro gesteigert werden. Diese positive Entwicklung sei in „einem herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld“ mit dem Ukraine- und dem Nahost-Konflikt und Unsicherheit an den Finanzmärkten trotz des deutlich gestiegenen Dax-Kurses gelungen. Als lokale Eckdaten verwies Lammers darauf, dass die Nachfrage nach Neubaukrediten nach wie vor sehr zurückhaltend sei und wegen der immer noch hohen Baukosten der für die Bank wichtige Eigenheimbau fast zum Erliegen gekommen sei.
Aufsichtsrat und Wirtschaftsprüferin Britt Witter bestätigten die erfolgreiche Arbeit der 50 Vollzeit- und Teilzeitbeschäftigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und der sechs Auszubildenden mit dem guten Betriebsergebnis. Die Vermögenslage sei geordnet und die Risikovorsorge angemessen, sodass wieder der „uneingeschränkte Bestätigungsvermerk“ vom Verband erteilt werden konnte, so Witter.
Einstimmig gebilligt wurde von den Vertretern eine wie im vergangenen Jahr auf 6 Prozent festgelegte Dividende, was über der Durchschnittsdividende in Deutschland liege, so Bertke. Ebenfalls einstimmig in ihren Ämtern als stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender beziehungsweise Aufsichtsrat bestätigt wurden Alfred Kessen aus Benstrup und Manfred Thyen aus Lindern. Als in der Region mit Kunden und den Mitarbeitern tief verwurzeltes Unternehmen unterstützte die Bank 2024 Vereine und Verbände in Lindern und Löningen mit über 22.000 Euro.
2024 habe die Bank wieder ein „zufriedenstellendes Betriebsergebnis“ erreicht, so Lammers. Das Jahresergebnis der normalen Geschäftstätigkeit beträgt 3,9 Millionen Euro, davon wurden fast 1,5 Millionen Steuern gezahlt, unter anderem 680 000 Euro Gewerbesteuer für Löningen und Lindern. Der größte Teil des Jahresüberschusses (2 Millionen Euro) wurde in diverse Rücklagen zum Stärken des Eigenkapitals gegeben, so dass ein Bilanzgewinn von fast 447.000 Euro verbleibt, aus dem unter anderem die Dividende gezahlt wird. Aufgrund des starken Bilanzwachstums, so Lammers, sei die Eigenkapitalquote im Verhältnis zur Bilanzsumme von 12 auf 11,7 Prozent gesunken. Das wirtschaftliche Eigenkapital beträgt aktuell damit 52,5 Millionen Euro.
Gestiegen sind durch die erneut gewachsene Nachfrage nach Krediten die Kundenforderungen um 6,06 Prozent auf 375,1 Millionen Euro, die sowohl was die Größe als auch die Aufteilung in Privatpersonen, Grundstücks- und Wohnungswesen, Gewerbe und Landwirtschaft breit gestreut seien, erläuterte Vorstand Lammers.
Das Vertrauen der Kunden spiegelte sich auch im deutlichen Zuwachs der Geldanlagen wider, so Bertke. Die Einlagen erhöhten sich in 2024 um 8,2 Millionen oder 2,8 Prozent auf fast 290 Millionen Euro.
Als Zinsertrag erwirtschaftete die Bank 11,9 Millionen Euro, nach Abzug der eigenen Zinsaufwendungen verbleibt ein Überschuss von 8,3 Millionen Euro (7,6 Millionen in 2023). Der Provisionsüberschuss aus Wertpapierhandel, Immobilien-, Bauspar- und Versicherungsgeschäft trug mit 2,09 Millionen zum Ertrag bei. Größter Kostenblock sind die Personalaufwendungen mit 3, 27 Millionen Euro (Vorjahr 3.39 Millionen). Hier sei es gelungen, kostenbewusst zu arbeiten und mit den Kennzahlen besser als der Verbandsdurchschnitt zu sein, so Lammers.
Trotz vieler Unwägbarkeiten und der Erwartung einer sich abschwächenden Wirtschaft rechnen die Verantwortlichen 2025 mit einer weiterhin positiven Entwicklung der Bank. Risiken seien die zahlreichen Konfliktherde und die damit verbundenen Unsicherheiten. Als „spannend“ bewerteten die Verantwortlichen die Folgen der fortschreitenden Digitalisierung insbesondere durch den Einsatz von KI. Dabei erhalte der Bereich IT-Sicherheit einen immer größeren Stellenwert und sorge für Kostensteigerungen jenseits von 20 Prozent, erläuterte Herbert Lammers.